Packen wir’s aus!

Der Katastrophenschutz zeigt, was in ihm steckt.

Wenn ein Sturm Dächer abreißt oder Wasser ganze Straßenzüge überschwemmt, wenn Feuerwehr und Rettungsdienste an ihre Grenzen stoßen, dann zählt jede Minute. Dann braucht es Menschen, die genau dafür geübt haben. Die bereit sind, hinzufahren und einfach zu machen. Tag und Nacht, bei jedem Wetter: Die Ehrenamtlichen im Katastrophenschutz der Malteser.

 

Ein Raum für Hilfe – wenn sonst nichts da ist

Sind Straßen unpassierbar und Häuser zerstört – fehlt oft das Wichtigste: ein Ort für Hilfe. Genau hier setzt der MedExTainer (Medical Extendable Container) an, den die Malteser Mainz entwickelt haben. Erkenntnisse aus Einsätzen wie der Flutkatastrophe im Ahrtal flossen direkt in seine Konzeption ein.

Der MedExTainer ist ein ausziehbarer Container, der auf einem LKW transportiert wird. Dank hydraulischer Stützen kann er nahezu überall abgesetzt und autark betrieben werden.

Von außen ein Container – von innen ein kleiner medizinischer Stützpunkt

Innerhalb weniger Minuten entsteht so ein Raum mit über 40 Quadratmetern: ausgestattet mit medizinischen Geräten, Schlafplätzen, Sanitär-, Behandlungs- oder Besprechungsbereichen.

„Ob nach Hochwasser, Großunfall oder Evakuierungen: Wir können flexibel auf verschiedene Szenarien reagieren und sind optimal ausgestattet.“
Markus Häfner
Projektleiter des MedExTainers bei den Maltesern in Mainz

Hilfe von oben

Wenn Zeit knapp und Gelände unübersichtlich ist, kommen die speziell ausgebildeten Piloten der Malteser Drohnenstaffel zum Einsatz. In wenigen Minuten können sie Gebiete erfassen, für die Bodenteams Stunden bräuchten. Aus der Luft verschaffen die Drohnen den Einsatzkräften den entscheidenden Überblick.

Mit Herz und Hightech

Wärmebildkameras und hochauflösende Technik liefern lebenswichtige Informationen, präzise und zuverlässig. Wo ist der Wasserpegel am höchsten? Wo irrt ein vermisstes Kind im Wald? Welche Route ist für Helfer noch befahrbar? Auch bei Dunkelheit oder großer Hitze behalten die Drohnen die Lage im Blick. Im Zusammenspiel mit Sanitätern, Technikern und Betreuern entsteht so ein starkes Hilfsnetz für den Ernstfall.

Katastrophenschutz klingt nach Technik, Fahrzeugen und Ausrüstung. Aber das ist nur der Anfang. Dahinter stehen Menschen, Zeit, Ausbildung.

Neugierig? Weitere Informationen zum MedExTainer gibt‘s hier.

Was steckt drin im „Katastrophenschutz“?

Was packen wir aus, wenn es ernst wird?

Der Katastrophenschutz ist kein abstraktes Gebilde, sondern ein Team aus Menschen, die zupacken. Jede und jeder bringt eine eigene Stärke mit:

Sanitäterinnen und Sanitäter

versorgen Verletzte, stabilisieren Patienten und richten Behandlungsplätze ein – manchmal im Regen, manchmal im Dunkeln, immer im Team.

Technikerinnen und Techniker

stellen bei zerstörter Infrastruktur Licht und Strom bereit, bauen Zelte und sorgen für Sicherheit.

Betreuerinnen und Betreuer

kümmern sich um Menschen, die plötzlich alles zurücklassen mussten. Sie teilen Essen aus, finden Schlafplätze, hören zu. Oft sind diese Worte wichtiger als jede Decke.

Führungs- und Kommunikationskräfte

koordinieren alles, damit der Einsatz läuft: klare Ansagen, verlässliche Funksprüche, schnelle Entscheidungen. Ohne sie wäre jedes Chaos doppelt so groß.