Was Leben schützt
Was für uns kaum vorstellbar ist, passiert tausenden Familien in der DR Kongo. Sie müssen fliehen – von einem Moment auf den anderen. Mütter tragen ihre Kinder auf dem Arm, ohne zu wissen, wohin.
Unsere Hilfe in der DR Kongo
Im Osten der Demokratischen Republik Kongo haben jahrelange Konflikte zur Zerstörung von Gesundheitseinrichtungen sowie zu einem Mangel an medizinischem Personal, Medikamenten und medizinischer Ausrüstung geführt. Besonders Frauen und Kinder leiden an den Folgen. Ohne ärztliche Hilfe sterben Kinder an Krankheiten, die eigentlich heilbar sind. In den Geflüchtetencamps im Mahagi-Territorium der Provinz Ituri ist eine angemessene Gesundheitsversorgung daher essenziell – auch, damit sich gefährliche Viren wie das Ebola-Virus nicht weiter ausbreiten.
Die Malteser sind trotz der unsicheren Lage seit 26 Jahren vor Ort. In zwölf Gesundheitsstationen und Krankenhäusern leisten sie Geburtshilfe und führen Notoperationen durch. Sie schulen medizinisches Personal und stellen sicher, dass Kinder regelmäßig altersgerecht untersucht werden. Zusätzlich behandeln sie mangelernährte Kinder, impfen und sorgen für Trinkwasser sowie bessere Hygienebedingungen.
Diese Hilfe gibt es nur, weil Menschen wie Sie spenden.
Nothilfe Ebola
Seit Mai 2026 breitet sich im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo ein schwerer Ebola-Ausbruch aus. Die WHO hat deshalb einen gesundheitlichen Notstand von internationaler Tragweite ausgerufen. Besonders besorgniserregend ist, dass die seltene Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus zirkuliert, gegen die derzeit kein zugelassener Impfstoff existiert. Da das Virus über Körperflüssigkeiten hochgradig ansteckend ist und zunächst einige Zeit unerkannt blieb, konnte es sich schnell ausbreiten. Bereits 2.000 Menschen sind innerhalb weniger Tage an den Folgen des Ebola-Virus gestorben (Stand: Mitte August 2026). Angehörige können ihre schwerkranken Familienmitglieder oft nicht mehr berühren, ohne sich selbst einer Ansteckungsgefahr auszusetzen.
Wir Malteser sind in der besonders betroffenen Provinz Ituri im Einsatz, um den Menschen im Kampf gegen Ebola zur Seite zu stehen.
So hilft Malteser International im Ebola-Einsatz
✔ Bereitstellung von Schutzkleidung, Handschuhen und Masken
✔ Errichtung von zwei Ebola-Behandlungszentren (in Auru und Logo)
✔ Versorgung von Gesundheitszentren mit Hygiene- und Desinfektionsmaterial
✔ Schulungen für medizinisches Personal im Umgang mit Ebola
✔ Aufklärung von Familien über Schutz- und Hygienemaßnahmen
✔ Unterstützung mobiler Teams zur Eindämmung weiterer Infektionen
✔ Verbesserung von Wasser-, Sanitär- und Hygienemaßnahmen in betroffenen Gemeinden
Eine Impfung für Adokoracs Tochter
Adokorac musste mit ihren Kindern fliehen, als Rebellen ihr Dorf überfielen. „Ich kannte solche Geschichten aus Erzählungen“, sagt sie leise. „Sie töten alles, was sich bewegt. Noch nie hatte ich solche Angst.“ Heute ist Adokorac im Nyaa Health Centre, welches die Malteser unterstützen. Ihre jüngste Tochter Dhaniber liegt ruhig in ihrem Arm. Sie ist drei Monate alt. Eine Krankenschwester bereitet die Impfung vor. „Dass wir hier behandelt werden, ist für mich ein Segen“, sagt Adokorac. Nach allem, was sie und tausende andere verloren haben, ist auch das Leben im Camp kein leichtes. „Aber meine Tochter hat die Chance, gesund aufzuwachsen“, fügt sie hinzu. Und lächelt.
Eine sichere Geburt für Abedirwoth
Die junge Mutter Abedirwoth (18) erlebte bereits bei der Geburt ihres ersten Kindes Komplikationen. Ihr zweites Baby musste per Notkaiserschnitt zur Welt gebracht werden. Um Frauen wie Abedirwoth sichere Geburten zu ermöglichen, unterstützten die Malteser den Bau und die Verbesserung von Gesundheitseinrichtungen in der Provinz Ituri. Abedirwoth, die im Ngote-Hospital spezialisierte medizinische Betreuung erhielt, sagt: „Als ich mein Baby in meinen Armen sah und merkte, dass ich noch am Leben war, war ich überglücklich und verspürte ein Gefühl von Frieden und Erleichterung."
Bitte helfen Sie jetzt!
In der DR Kongo zeigt sich, wie viel Gutes gezielte Hilfe bewirkt. So entstehen Orte, an denen Mütter wie Adokorac mit ihren Kindern unterstützt werden. Doch diese Hilfe bleibt fragil. Damit sie weiterwirken kann, braucht es Menschen, die sie tragen und möglich machen.
Was Sie geben können, zählt. Denn es wird zu Medizin, zu Nahrung, zu einer Chance auf Leben.
Ein einfaches Porridge, das viel bewirken kann
Nur ein Brei. Aber er stärkt Kinder. In der DR Kongo unterstützen die Malteser Familien mit „Good Mama“, einer speziell mit Nährstoffen angereicherten Getreidemischung. In wenigen Minuten entsteht daraus ein nahrhaftes Porridge, das Schulkindern Kraft gibt und sie vor Mangelernährung schützt.
Eine warme Mahlzeit ist für uns selbstverständlich. Für Kinder, wie die in unserem Hilfsprojekt im Kongo, ist es oft die einzige wirklich sättigende Mahlzeit am Tag. Alle 4 Wochen bekommen Schulkinder einen Sack mit nach Hause.
Dass diese Kinder gestärkt in den Tag gehen, verdanken sie Menschen wie Ihnen. Danke von Herzen!
Rezept für ein "Good Mama" ähnliches Porridge
Mit wenigen Zutaten lässt sich etwas Gutes zubereiten:
50 g Haferflocken
mit 250 ml Milch oder Wasser
und einer Prise Salz erhitzen
und unter Rühren cremig köcheln lassen.
Nach Belieben mit Obst, Nüssen oder Honig verfeinern.
Probieren Sie es doch einmal selbst aus! Wir wünschen guten Appetit!